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Ein-Kind-Politik für Europa?

Von Nicole di Bernardo

„Es gibt einen Schalter. Wenn du ihn betätigst, stirbt die Hälfte der Menschheit. Aber wenn du es nicht machst, wird die ganze menschliche Rasse in einhundert Jahren ausgestorben sein.“ So dramatisch beginnt der Trailer zur jüngsten Verfilmung von Dan Browns Roman Inferno, in dem ein brillanter, besessener Biochemiker ein tödliches Virus entwickelt hat, das die Weltbevölkerung dezimieren und damit die Folgen der Überbevölkerung eindämmen soll.

Was im ersten Moment wie reine Fiktion klingt, bekommt angesichts des neuen Berichts des sogenannten Club of Rome einen bitteren Beigeschmack. Dieser Club of Rome definiert sich selbst als Zusammenschluss von Personen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft, die sich für eine nachhaltige Zukunftsperspektive der Menschheit einsetzen. Mit seiner Publikation Die Grenzen des Wachstums hat er bereits 1972 allgemeine Aufmerksamkeit erlangt. Nach wie vor gehören ihm hochkarätige Personen an.

Nun hat der Club of Rome die brisante Forderung nach einer Ein-Kind-Politik in den Industrieländern erhoben: Frauen, die höchstens ein Kind bekommen, sollen zu ihrem 50. Geburtstag eine Prämie von 80.000 Dollar erhalten. Auf diese Weise soll ein überhöhtes Wachstum der Weltbevölkerung und damit die Hauptursache für die Zerstörung der Umwelt und die Ausbeutung natürlichen Ressourcen reduziert werden.

Als Frau in einem Industrieland kann ich angesichts dieser Forderung freilich nur den Kopf schütteln, stehe ich in Zukunft ja vor ganz anderen, geradezu entgegengesetzten Herausforderungen: Kann und will ich überhaupt noch Kinder in die Welt setzen? In gefährlichen Zeiten, in denen Schlagzeilen von Terror, Mord, Krieg, Massenmigration usw. an der Tagesordnung sind, erfüllt mich die Vorstellung, ein Kind großzuziehen, mit Angst. Wie soll ich wissen, dass ich meinem Nachwuchs in Zukunft überhaupt noch ein sicheres Heim bieten kann?

Auch die Frage nach der finanziellen Absicherung lässt mich manches Mal an dem Wunsch der eigenen Familiengründung zweifeln. Wie lange lässt es mein Beruf überhaupt zu, dass ich in Karenz bleibe? Kann ich es mir leisten, vielleicht auch ein wenig länger zuhause bei meinen Kindern zu bleiben? Fragen, bei denen es nicht darum geht, ob ich mir noch diesen oder jenen Urlaub leisten kann, sondern ob am Ende des Monats das Geld vielleicht schon bei den Grundnahrungsmitteln knapp wird. Wo der Haushalt am Einkommen eines Einzelnen hängt, ist außerhalb der notwendigen Fixkosten das Anlegen von finanziellen Polstern heute jedenfalls nicht mehr möglich.

Zu diesen Bedenken kommt für mich der soziale Druck: In unserer Hochleistungs- und Konsum-Gesellschaft muss der Mensch zeitlich perfekt abgestimmt leben. Ich sollte also nicht zu früh mit der Kinderplanung beginnen, da es ja geboten ist, das eigene Leben zu verwirklichen und in vollen Zügen auszukosten. Zugleich werde ich wohl auch mit einem schiefen Blick bedacht, wenn ich mir wirklich Zeit lasse und die Karriere vor die Familie stelle. Viele Singlefrauen Anfang 30 kennen ja die besorgten Fragen der Verwandten und Bekannten, ob man denn Ende vorhabe alleine und kinderlos zu bleiben. DAS ist die Situation heute in den Industrieländern.

Also ja, wir stehen wirklich vor einer Ein-Kind-Politik. Aber nicht als Instrument der Geburtenkontrolle. Sondern als Herausforderung, überhaupt noch Kinder in die Welt zu setzen.

2 Gedanken zu “Ein-Kind-Politik für Europa?

  1. Die Zeiten für eine Mehr-Kinder-Ehe stehen schlecht. Aber die Zukunft für unsere Kinder starb schon viel früher. Es begann als Kreisky noch Kanzler war und eine kleine Gruppe von kinderfeindlichen Frauen durch Kreiskys Politik plötzlich Aufwind verspürten. Auch die Kirche spielte an vordester Front mit. Abtreibung war jetzt „in“ und wurde öffentlich diskutiert. Wieviele Kinder es waren, denen jede Chance zum Leben genommen wurde, weiß ich nicht. Und ich bezeichne jede Frau, die abtreiben ließ, als eine Mörderin (Vergewaltigung ausgenommen). Das soziale Netz hätte jeder Frau eine Hilfe angeboten. Und nun? Andere Völker, nicht konform mit unserer jahrtausend alten Kulltur, überrollen uns. Dem Druck, den diese Völker erzeugen, können oder wollen wir nichts entgegensetzen.

  2. Es ist seit mindestens einem halben Jahrhundert klar, dass die Überbevölkerung ein gewaltiges Problem werden würde. Hauptursache ist die Entwicklungshilfe. Jeden Tag wächst die Bevölkerung um etwa eine Viertelmillion, aber natürlich nicht bei uns, sondern im Orient und in Afrika, wo sich die Menschen vermehren wie die Lemminge, während Europa schrumpft – aufgrund von durchaus berechtigten Überlegungen wie denen der Verfasserin. Die Vorstellung, dass nun wir Europäer Platz machen sollen für die ungehemmte Vermehrung von halbwilden und wildfremden Afrikanern und Orientalen, die unsere Länder überschwemmen und übernehmen, und in unseren Ländern auf unsere Kosten weiterhin dutzendweise gebären, ist demzufolge an Verrücktheit, Verdrehtheit und Verderbtheit, kurz Geisteskrankheit, wohl kaum zu überbieten. Ein-Kind-Politik? Ja gerne, aber bitte in Afrika und im Orient, NICHT BEI UNS!

    Durchzusetzen wäre diese Politik durch die sofortige Einstellung jeder Entwicklungshilfe, die Rückführung von Millionen Unrechtmäßigen, eine Außengrenze von Gibraltar bis zum Bosporus unter Rücknahme Konstantinopels und der Neueinweihung der Hagia Sophia für die Ostkirche, Abschaffung des Islam in Europa und Erlass eines entsprechenden Verbotsgesetzes, dazu eine vollständige Beendigung jedweder Aufnahme außer für Europäer und deren Abkommen. Diese Linie kann Europa noch retten, jede andere führt unweigerlich in unseren Untergang.

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